27
Mrz
2007

nichts ist unendlich

es sind die worte der freundlichen bäckersfrau, die mir nicht aus dem kopf gehen wollen.

heute morgen war ich dort und während sie alles gut verpackte, unterhielten wir uns. ich begründete meinen kuchenkauf und sagte: "man müsse sich doch ab und zu mal etwas gönnen" und meinte damit das kaffetrinken am nachmittag mit meinen beiden mädels.

sie sah mich an, hielt kurz inne und ihr blick bekam fast etwas vertrautes - dann nickte sie langsam und sagte: "ja, das leben kann morgen schon vorbei sein..."

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Mr. Spott - 27. Mär, 23:58

Was lehrt uns das?

Nicht so viel Kuchen essen!
Aber Spaß beiseite. Auch wenn die Bäckersfrau zehnmal recht hat mit ihren Worten. Deshalb lass ich mir doch nicht die Freude am Leben verderben. Ich glaube nicht, dass ich die Worte aufschreibenswert empfunden hätte. Da wird man ja irr von im Kopp.

fata morgana - 28. Mär, 10:06

diese worte sind nichts besonderes und jeder von uns, weiß von der tatsache "der endlichkeit des eigenen seins" - stimmt.

doch interpretiere ich sie anders -
diese worte sollen nicht "die freude am leben verderben..."

für mich bedeutet dieser satz - dass man das leben eben gerade genießen soll - hier und heute und so oft es geht...!
Samt-Seide-Alltagstrott - 28. Mär, 11:54

wie recht sie hat..nichts ist unendlich...aber ist es nicht beruhigend zu wissen, dass alles irgendwann mal vorbei ist..mich beruhigt dieser gedanke hin und wieder....

fata morgana - 29. Mär, 08:35

dieser gedanken, streift mich auch von zeit zu zeit...

doch sollten wir (eigentlich) nichts und niemandem "erlauben", der grund dafür zu sein, unser leben als nicht l(i)ebenswert zu empfinden.

herzliche grüße an dich, bea.
Lange-Weile - 28. Mär, 22:16

Hintergedanken

Hallo Fata Morgana,

ja..die Worte können unterschiedlich interpretiert werden.

Doch ich erkenne auch ein wenig verborgene Angst und Schrecken hinter den Worten - "Lebe jeden Tag so, als wäre es dein letzter Tag"

Aber im Gespräch mit der Bäckersfrau erkenne ich noch einen anderen Hintergedanken - "sich selbst etwas gutes tun"d.h im weitesten Sinne - der Mensch sollte im Alltag sich selbst nicht aus dem Auge verlieren -
Erst wenn er selber fühlt - sich dabei auch gut und nicht verloren fühlt, dann hat er wahrhaft gelebt und wird das Grauen vor der Endlichkeit verlieren.

Gruß LaWe

fata morgana - 29. Mär, 08:42

ja, der gedanke auch ans eigene ich -
die meiste zeit, leben wir doch "nach außen"....

danke für deine worte, lange-weile.
Luna in flagranti - 31. Mär, 18:39

ich muß und will auch der Bäckersfrau zustimmen. Schon in der Schule wurde uns eingehämmert, jeden Tag so zu leben, als wenn es der letzte wäre. Zwar unter anderem Vorzeichen aber sinngemäß so, daß man nichts versäumt oder zu bereuen hat, wenn man von dieser Welt geht - daß die Welt vor dem Schlafen gehen wieder rund ist, daß man nichts vor sich herschiebt, was einem wichtig ist.
Du und ich erleben das tagtäglich und sicher auch viele andere machen im Leben mehrmals diese Erfahrung ... wir sollten uns diese Worte viel öfter ins Gedächtnis rufen ... und was uns wichtig ist, das bestimmen wir ja immer noch selbst!
LG von der luna

miyelo - 3. Apr, 18:08

Philosophischer Kuchen

Also ich nehme mal an, dass die Bäckersfrau einen privaten Grund hatte, so reagieren. Wenn sie immer solche Sätze von sich geben würde, könnte sie damit irgendwann ihre Kunden vergraulen. Aber Hauptsache dein Kuchen hat geschmeckt und ihr hattet einen schönen Nachmittag zusammen.

Herzliche Grüße
Elke

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