25
Apr
2006

endlose stunden, große freude, kleines wunder

vielen danke an euch, für die lieben worte und guten wünsche.

obwohl ich ja neun monate zeit hatte, kann ich all das noch gar nicht fassen. es ist noch so "unwirklich", so einzigartig und schön - ein wunder.

das wochenende war mehr als turbulent. samstagmittag bin ich zur kommunion meines patenkindes, nach hessen gefahren. der errechnete geburtstermin war um zwei tage überschritten, aber helfen hätte ich ja eh nicht können. außerdem war der werdende papa tag und nacht an der seite meiner großen tochter.

sonntagfrüh, kurz vor sieben, wachte ich durch das klingeln meines handys auf. in der annahme es sei die weckfunktion, drückte ich es aus, um kurz darauf festzustellen - es war ein anruf meiner tochter. mit zittrigen fingern rief ich zurück. die fruchtblase war gesprungen und sie waren auf dem weg ins krankenhaus.

von diesem zeitpunkt, bis zur geburt, konnte ich keinen klaren gedanken mehr fassen...

hurra, es wird ein sonntagskind - meine mama ist eins und ich auch.
die zeit verging, kein anruf kam. ihre wehen wollte nicht so recht kommen und die geburt vorantreiben. man wartete ab. die nacht zum montag schlief ich nur mit einem auge, das andere war ständig auf das display des handys gerichtet...

montagfrüh und ich immer noch bei der kommunion. die wehen kamen unregelmäßig. und obwohl ihre schmerzen sehr stark waren, kam die geburt nicht in gange. der kopf saß noch zu weit oben und man plante einen kaiserschnitt. dann, vierzehn uhr, der anruf des werdenden papas - man lege eine rückenmarkanästhesie (pda) und versuche das baby, auf dem natürlichen wege kommen zu lassen. zu diesem zeitpunkt, traten wir gerade die heimfahrt an....

noch nie war diese so lange, ich saß wie auf kohlen. das wetter war drückend schwül, es lag schwer auf körper und seele.
diese fahrt, war die längste meines lebens...

viertel nach sieben, kurz vor unserer ankunft zu hause, kam der langerwartete anruf. nach fast sechsunddreißig stunden, hatte es meine große geschafft - emily war endlich da. im hintergrund hörte ich sie schreien. sie war seit wenigen minuten auf der welt. ein unbeschreibliches gefühl und ich konnte gar nicht schnell genug ins krankenhaus kommen, um sie zu sehen...
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